Neuigkeiten aus der Gemeindevertretung

In der Gemeindevertretersitzung am 22.09.25 berichteten Bürgermeister, Alexander Franz, sowie die Ausschüsse über folgende Neuigkeiten seit der letzten Sitzung im Juli.

Kartierung Hoisdorfer Teiche

Die Hoisdorfer Teiche sollen im Winter kartiert werden. Dafür ist es notwendig, in den nächsten Monaten das Wasser abzulassen. Nach Abschluss der Kartierungsarbeiten wird das Wasser wieder eingelassen.

Erneuerung Feldweg Aalfang

Der Feldweg im Aalfang soll in 2026 nach der Ernte wieder verbreitert und befestigt werden. Der Auftrag wird nicht fremdvergeben. Die Aufgabe übernehmen die Mitarbeiter des gemeindeeigenen Bauhofs.

Bewertungsmatrix zur Beurteilung von gemeindeeigenen Straßensanierungen

Wesentlich kostenintensiver als die Erneuerung eines Feldweges ist die Sanierung von Straßen. Durch Hoisdorf führen einige Landes- und Kreisstraßen, die stark sanierungsbedürftig sind und auf deren Erneuerung die Gemeinde keinen Einfluss hat. Bei den gemeindeeigenen Straßen, in der Regel Nebenstraßen, wurde aufgrund der angespannten Haushaltssituation der Gemeinde Hoisdorf nun eine Bewertungsmatrix verabschiedet. Diese soll helfen, die Straßen sowie deren aktuellen Zustand zu bewerten und anhand der Bewertung eine Priorisierung der Straßen festzulegen. Wann die Straßen mit der höchsten Priorität dann tatsächlich erneuert werden können, ist von der Haushaltslage in dem jeweiligen Jahr abhängig.

Friedhof Siek

Der Friedhof Siek bleibt vorerst weiter geschlossen. Der Friedhofszweckverband befindet in intensiven Gesprächen mit dem Kreis, um eine Lösung für den Friedhof zu finden, da alle Beteiligten ein Interesse an dem Weiterbetrieb in geänderter Form haben. Das Gutachten, das zur Schließung des Friedhofs geführt hat, wurde mittlerweile für die Allgemeinheit veröffentlicht, um die Hintergründe zu erläutern und Gerüchten entgegenzuwirken.

Erneuerung Flutlichtanlage Kunstrasenplatz

Sämtliche Förderanträge, die der TuS Hoisdorf e.V. gestellt hat, wurden mittlerweile bewilligt, so dass die Umrüstung der Flutlichtanlage auf LED auf dem Kunstrasenplatz laut aktuellem Stand noch vor der Wintersaison stattfinden kann. 

Die Umrüstung der Flutlichtanlage auf LED-Technik bringt viele Vorteile:

  • Energieeinsparung: LEDs verbrauchen bis zu 70 % weniger Strom als herkömmliche Leuchtmittel. Das senkt die Betriebskosten und schont die Umwelt.

  • Bessere Lichtqualität: LED-Flutlicht sorgt für gleichmäßige, blendfreie Ausleuchtung und verbessert so die Sicht und Sicherheit auf Sport- und Freiflächen.

  • Längere Lebensdauer: LEDs halten deutlich länger, wodurch Wartungs- und Austauschkosten sinken.

  • Umweltschutz: Weniger Energieverbrauch reduziert CO₂-Emissionen, außerdem enthalten LEDs keine umweltschädlichen Stoffe wie Quecksilber.

  • Flexibilität: Helligkeit und Lichtfarbe lassen sich anpassen, zum Beispiel für Training, Spiele oder Veranstaltungen.

Mobilfunknetz

O2 hat die Gemeinde darüber informiert, dass im Schwarzen Weg die Installation einer neuen Mobilfunkanlage geplant ist. Das lässt uns hoffen, dass sich die Netzqualität im Dorf danach verbessert.

Katastrophenschutz

Im Zuge des Katastrophenschutzes ist es geplant, auch in Hoisdorf einen sogenannten Notfallinformationspunkt, z.B. an der Schule, einzurichten. Ein Notfallinformationspunkt ist eine Anlaufstelle, die von Städten oder Gemeinden im Katastrophenfall eingerichtet wird – zum Beispiel bei längerem Stromausfall oder wenn Telefon- und Mobilfunknetze nicht funktionieren. Dort erhalten Bürger wichtige Informationen, können selbst Notrufe absetzen und Unterstützung organisieren. So bleibt die Verbindung zwischen Bevölkerung und Behörden auch in einer Krise gesichert. Da in diesen Fällen insbesondere Funkkenntnisse notwendig sein könnten, wurden erste Gespräche mit den Feuerwehren des Amtsgebietes aufgenommen, die dann z.B. in der Lage sind, andere im Funken anzuleiten.

In diesem Zusammenhang wird allerdings auch darauf hingewiesen, dass die Notfallinformationspunkte nicht der Grundversorgung der Bürgerinnen und Bürger dienen. Zur Selbstvorsorge im Katastrophenfall gehört es, sich und die Familie für einige Tage eigenständig versorgen zu können. Dazu zählen ein Vorrat an Trinkwasser, haltbaren Lebensmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln, ebenso wie eine Taschenlampe, Batterien, Kerzen und ein batteriebetriebenes Radio für wichtige Informationen. Auch ein kleiner Notfallrucksack mit Ausweisen, wichtigen Dokumenten, etwas Bargeld und persönlichen Dingen sollte vorbereitet sein, damit man im Ernstfall schnell reagieren kann. Sehr umfangreiche Infos zur persönlichen Notfallvorsorge: Broschüren, Checklisten, Verhalten in unterschiedlichen Notsituationen etc. finden Sie auch unter: Vorsorge für den Notfall – BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe).

Eine weitere Maßnahme, die die Gemeinde im Zusammenhang mit dem Katastrophenschutz ergreifen muss, ist die Vorbereitung der Gemeindefeuerwehren auf Notstromversorgung, so dass im Falle eines längeren Stromausfalls die Versorgung der Feuerwehrgerätehäuser und damit auch die Einsatzbereitschaft der Wehren sichergestellt werden kann. Dafür müssen für die Feuerwehren neue Notstromaggregate angeschafft werden. Aktuell wird geprüft, ob neben dem Kauf auch andere Lösungen wie z.B. Miete möglich sind.

Ortsentwicklungskonzept Hoisdorf

Die Umfrage zum Ortsentwicklungskonzept ist abgeschlossen und wurde zahlreich genutzt. Die Teilnahme an der Beteiligungswerkstatt war nicht so umfangreich wie erwartet, trotzdem wurde rege diskutiert. Die Ergebnisse beider Quellen werden nun durch das uns unterstützende Unternehmen ausgewertet und dann für das Konzept aufbereitet.

Grünflächenpflegekonzept

Ein Grünflächenpflegekonzept ist ein Plan, den eine Kommune erstellt, um ihre Grünflächen – wie Parks, Wiesen, Straßenbegleitgrün, Spielplätze oder Friedhöfe – nachhaltig zu pflegen und weiterzuentwickeln. Dabei geht es nicht nur um Ordnung und Pflege, sondern vor allem um Biodiversität, Klimaresilienz und Lebensqualität: zum Beispiel durch insektenfreundliche Blühflächen, weniger Versiegelung, klimaangepasste Bäume oder naturnahe Pflege statt häufiger Mahd.

Im Zusammenhang mit dem KfW-Förderprogramm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen (NKK)“ ist die Erstellung eines solchen Konzeptes besonders wichtig:

  • Die Förderung setzt meist voraus, dass eine Kommune zunächst ein Pflege- und Entwicklungskonzept erarbeitet. Dieses bildet die Grundlage, um konkrete Maßnahmen gezielt umzusetzen.

  • Mit dem Konzept können Kommunen nachweisen, dass ihre Maßnahmen langfristig wirksam sind und aufeinander abgestimmt umgesetzt werden.

Gefördert werden können zum Beispiel:

  • die Erarbeitung von Grünflächenpflege- und Entwicklungskonzepten,

  • Umgestaltung von Grünflächen zu klima- und artenfreundlichen Flächen (z. B. Blühwiesen statt Zierrasen),

  • Pflanzung klimaresilienter Bäume,

  • Entsiegelung und Begrünung von Flächen,

  • naturnahe Gestaltung von Spielplätzen, Schulhöfen oder Friedhöfen,

  • Maßnahmen zur Verbesserung des Wasserrückhalts in Böden und Flächen.

Die Gemeinde erhofft sich in diesem Zusammenhang beispielsweise die Förderung eines neuen Aufsitzmähers, der neben dem Schneiden unterschiedlicher Schnitthöhen bei gleichzeitigem „Aufscheuchen“ der Insekten vor dem Mähen, auch Mulchen und Laubkehren kann. Bei einer 80%igen Förderung würde diese Anschaffung den Bauhof entlasten, neue Möglichkeiten für die Pflege des Dorfes eröffnen und gleichzeitig die Gemeindekasse nur minimal belasten. Aus diesem Grund arbeiten wir weiter intensiv an unserem Grünflächenpflegekonzept, um die Fördervoraussetzungen zu erfüllen.

Neubau OGS

Die Maurer- und Stahlbetonarbeiten für den Neubau des Gebäudes der Offenen Ganztagsschule (Nachmittagsbetreuung in der Grundschule) wurden beauftragt, so dass nach der aktuellen Vermessung mit dem Rohbau begonnen wird. Ein genauer Ablaufplan mit Zieltermin für die Fertigstellung ist aktuell leider noch nicht bekannt.

Nutzung des OGS-(Ferien)angebots

Weiterhin ist die Nutzung der Nachmittagsbetreuung in Hoisdorf sehr beliebt, so dass aktuell 127 Kinder, davon 34 von 41 Erstklässlern, in der Offenen Ganztagsschule betreut werden. Auch die Ferienbetreuung wird nach der Änderung des Angebotes im Frühjahr diesen Jahres stärker angenommen. So stieg die Anzahl der Anmeldungen für die Ferienbetreuung von vorher 25 Kindern auf nunmehr 59. Dabei ist die Verteilung auf 10 Tage, 20 Tage und Komplettbuchung relativ ausgeglichen.

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