Sanierung des Kunstrasenplatzes: Gemeindevertretung plant nachhaltige Variante für 2027 im Haushalt ein

Die Gemeindevertretung Hoisdorf hat in ihrer jüngsten Sitzung einen wichtigen Beschluss zur Zukunft des Kunstrasenplatzes im Sportzentrum von Hoisdorf gefasst. Nach intensiver Beratung und Rücksprache mit der Vorsitzenden des TuS Hoisdorf sowie der Fußballsparte wurde entschieden, die Sanierung des Platzes für das Jahr 2027 einzuplanen.

Diese Entscheidung ist ein bedeutender Schritt – sowohl für die finanzielle Stabilität der Gemeinde als auch für die sportliche Infrastruktur, die für viele Hoisdorferinnen und Hoisdorfer eine zentrale Rolle spielt.

Hintergrund: Dringender Sanierungsbedarf und knappe Haushaltslage

Der Kunstrasenplatz ist seit Jahren ein stark frequentierter Mittelpunkt des sportlichen Lebens in Hoisdorf. Besonders der TuS Hoisdorf und seine große Fußballabteilung nutzen die Anlage täglich für Training und Punktspiele. Die Bedeutung des Platzes für das Vereinsleben, die Jugendarbeit und das soziale Miteinander im Ort ist unbestritten. Gleichzeitig steht die Gemeinde vor einer angespannten Haushaltslage. Investitionen müssen sorgfältig abgewogen werden, und langfristige Kosten spielen eine entscheidende Rolle. Der von der Gemeinde beauftragte Freiraumplaner hat der Gemeinde zwei Varianten für die Sanierung vorgestellt – beide mit erheblichen finanziellen Auswirkungen.

Warum Variante 2? Nachhaltiger, langlebiger und förderfähig

Die einfache Erneuerung des Kunstrasenteppichs ist technisch nicht möglich, da die darunterliegende elastische Tragschicht ebenfalls ersetzt werden muss. Zur Auswahl standen:

  • Variante 1: Einbau einer Elastikschicht als Bahnenware Kosten: 353.430 € Vorteil: günstiger Nachteil: Muss beim nächsten Teppichaustausch erneut komplett ersetzt werden

  • Variante 2: Abtrag der alten Schicht und Einbau einer neuen elastischen Tragschicht (25 mm) Kosten: 374.136 € Vorteil: deutlich langlebiger, nachhaltiger, reparaturfreundlich und recyclebar Nachteil: rund 20.700 € höhere Herstellungskosten

Nach fachlicher Einschätzung und Beratung empfahl die Verwaltung Variante 2. Sie bietet eine wesentlich längere Lebensdauer und reduziert zukünftige Kosten. Zudem erhöht sie die Chancen auf eine Förderung durch die AktivRegion Sieker Land Sachsenwald, da die Maßnahme durch den Einsatz nachhaltiger Materialien nicht als reine Ersatzmaßnahme gilt.

Die AktivRegion hat signalisiert, dass eine Förderung von bis zu 150.000 € möglich wäre – ein entscheidender Faktor angesichts der Haushaltslage.

Finanzierung und weitere Schritte

Zusätzlich zu den Sanierungskosten fallen Honorarkosten des Freiraumplaners von rund 30.000 € an. Die Gemeinde hat die Sanierung trotzdem gemäß der Empfehlung der Verwaltung mit Variante 2 für das Haushaltsjahr 2027 eingeplant. Die Umsetzung der Maßnahme steht unter dem Vorbehalt der Bewilligung der Fördermittel, so dass die Kosten zumindest etwas reduziert werden.

Bedeutung für Hoisdorf

Mit der Entscheidung für eine Sanierung des Kunstrasenplatzes setzt die Gemeinde ein klares Zeichen: Sport, Vereinsleben und nachhaltige Infrastruktur bleiben trotz knapper Mittel ein zentraler Bestandteil der Hoisdorfer Zukunft.

Der Kunstrasenplatz ist nicht nur ein Sportfeld – er ist ein Treffpunkt, ein Ort für Jugendarbeit, Integration und Gemeinschaft. Die Sanierung stärkt den TuS Hoisdorf und sichert die sportliche Basis für kommende Generationen.

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